May 2012 Trend Briefing:
(R)ETAIL (R)EVOLUTION
Etail ist Retail ist Etail.
(R)ETAIL (R)EVOLUTION

Genau wie vor 15 Jahren von E-Gurus vorausgesagt ist E-commerce heute heißer als je zuvor. Ob in gereiften Märkten, in denen ein Großteil des Geldes bereits online ausgegeben wird, oder in wachsenden Märkten, in denen rasende Urbanisierung und immer mehr (mobile) internetfähige Endgeräte neue Shopping-Gewohnheiten entstehen lassen: die Shopping-Gemeinde ist dem „elektronischen Kommerz“ längst verfallen.

Hier die obligatorischen Statistiken:

  • Die Umsätze im US-amerikanischen E-commerce werden bis 2016 um 62% auf 327 Milliarden USD wachsen (Quelle: Forrester, Februar 2012).
  • Das europäische E-commerce-Volumen wird bis 2016 um 78% auf 230 Milliarden USD wachsen (Quelle: Forrester, Februar 2012).
  • In Brasilien werden die E-Sales 2012 um 21,9% auf 18,7 Milliarden USD ansteigen (Quelle: eMarketer, Januar 2012).
  • 2011 wurden per E-commerce in China 780 Milliarden CNY (124 Milliarden USD) umgesetzt - das ist ein Anstieg um 66% im Vergleich zu 2010. Erwartungen nach wird E-commerce bis 2015 statt 3% einen Anteil von 7% an den gesamten Konsumausgaben des Landes einnehmen (Quelle: IDC, März 2012).
  • Es wird erwartet, dass der indische E-commerce-Markt bis 2020 auf 70 Milliarden USD wachsen wird. Zum Vergleich: 2011 waren es „nur“ 600 Millionen USD (Quelle: Technopak Advisors, Februar 2012).
  • Der E-commerce-Markt in Indonesien soll von 120 Millionen USD im Jahr 2010 auf 650 Millionen USD im Jahr 2015 wachsen (Quelle: Frost & Sullivan, Februar 2012).

Für heutige Konsumenten ist die „Online-Experience“ natürlich fundamental anders als in Zeiten des Dotcom-Booms: Bei E-commerce geht es nicht mehr nur um Auswahl, Preis, Convenience und Bewertungen, sondern auch um alles andere, was Konsumenten vom Kauf erwarten: Status, das perfekte Produkt und natürlich ein aufregendes Erlebnis.

Höchste Zeit, sich über die neuesten Innovationen zu informieren, die schon heute den E-commerce von morgen und damit auch nachhaltig das Kaufverhalten der Menschen bestimmen werden. Und das sowohl on- als auch offline.

Wie haben vier Themen herausgearbeitet:

#1: E IS FOR EVERYWHERE

Für die Konsumenten, die sowieso ständig online sind, sind Internetkäufe eher nur eine weitere Option als ein komplett eigenener Kanal.

Mit den Sub-Trends SCREEN CULTURE, ALL THE WEB’S A (SHOP) WINDOW und ON TO OFF / OFF TO ON.

#2: (M)ETAIL

„Online-gehen“ bedeutet heute, in ein dichtes, personalisiertes und soziales Netz einzusteigen.

Mit den Sub-Trends CASHING IN ON CURATION, SELL-YOUR-OWN STORES, RETAIL INVESTMENT und AT YOUR SERVICE.

#3: E(ASY)-COMMERCE

Die Barrieren, die E-commerce bisher im Weg standen (z. B. Probleme mit sicherer Bezahlung, praktische und einfache Lieferung) sind in den letzten Jahren stetig angekratzt, wenn nicht völlig beseitigt worden.

Mit den Sub-Trends PERFECT FIT, DELIVERY DELIGHT, LIFE: SUBSCRIBED und PERFECT PAYMENTS.

#4: OH WHAT A WONDERFUL WEB

Die Erwartungen der Konsumenten an Online-Shopping sind gesetzt. Unendliche Auswahl, sofortige Wunschbefriedigung, totale Transparenz, nahtlose Kooperationen... die Liste ist endlos.…

Mit den Sub-Trends NICHE RICHE, CROWD CLOUT, TOTAL TRANSPARENCY, ETAIL-TAINMENT und EXCLUSIVE EXPERIENCES.


AUSWIRKUNGEN

Auch bei diesem Monster von einem Trend Briefing (mit seinen vier großen Themen und vielen Sub-Trends) kratzen wir nur an der Oberfläche der (R)ETAIL (R)EVOLUTION : Themen und Beispiele wie „content commerce“, prominente Kuratoren, „wollen“- und „haben“-Buttons im Facebook, Newsfeed-Shopping, mit Tweets bezahlen, Cash auf Bestellung, Online Pop-Up-Stores und noch viel mehr haben es nicht in dieses Briefing geschafft.

Die größte Herausforderung war es außerdem, strikt bei „E-commerce“ zu bleiben. Denn wie wir schon in unserem Trend Briefing über RETAIL RENAISSANCE (RENAISSANCE DES HANDELS) gezeigt haben (und es im Abschnitt über E IS FOR EVERYWHERE wieder tun werden), ist jede Shopping-Ausprägung immer mehr in ein größeres E-commerce-Ökosystem eingebunden - und das besteht nicht nur online und offline, sondern auch aus Mobile, Tablets und TV.

Daher der Name (R)ETAIL (R)EVOLUTION: heute ist aller Handel vom E-commerce beinflusst, und im Gegenzug wird E-commerce auch den selben Trends unterliegen, die das Konsumentenverhalten in anderen Kanälen bedingt. Also sowohl online wie auch im traditionellen Handel.

Also halten Sie weiter die Augen auf, lernen Sie dazu, und vor allem: Mischen Sie weiter kräftig mit (oder legen Sie jetzt los!)!

In der Zwischenzeit arbeiten wir hart an unserem nächsten Trend Briefing! Also melden Sie sich unbedingt auf unserem Verteiler antrendwatching.com logo

 

AUSWIRKUNGEN

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