Juni/Juli 2011 | Jedes Jahr um diese Zeit veröffentlichen wir ein Trend Briefing, das ein klein wenig unbeschwerter ist und sich ausschließlich mit den endlosen spannenden Innovationen beschäftigt, die überall auf der Welt auftauchen. Willkommen zur INNOVATION EXTRAVANGANZA ;-)

In der zunehmend globalen Wettbewerbsarena gibt es nur eine Chance auf Überleben, und die heißt Innovation. Mit Innovation meinen wir alles, was die Konsumenten in die Taschen greifen lässt — und das am besten, um für Ihre Produkte, Dienstleistungen und Erlebnisse zu bezahlen ;-)
Und weil heute jeder von Seth Godin bis zur Harvard Business Review brillante, inspirierende Insights und Theorien zu Innovation als Denkweise, Prozess und sogar als Lebenseinstellung präsentiert, möchten auch wir mit unseren Beispielen aktueller B2C-Innovationen einen Teil beitragen. Und zwar mit Dutzenden von Beispielen. So sehen wir es:
INNOVATION EXTRAVAGANZA | Schlaue Geschäftsideen, smarte Marken und ausgeklügelte Produkte und Dienstleistungen, die auf überraschende, neue Weise Konsumentenwünsche bedienen werden niemals zu knapp werden. Gerade jetzt, da die ganze Welt in kreativem Chaos begriffen ist, erleben wir eine wahre INNOVATION EXTRAVAGANZA. Die zahllosen Beispiele, die wir in diesem Briefing zusammengefasst haben, sind also nur die Spitze des Eisbergs. Neues erfinden, verbessern, kopieren ... oder zugrunde gehen.
Wo ist die Verbindung zwischen INNOVATION EXTRAVAGANZA und Konsumtrends? So sehr wir uns auch auf neue Trends und Veränderungen im Konsumverhalten der Menschen konzentrieren werden wir dabei nie müde zu betonen, dass Trends nur für eine Sache gut sind: Um Sie zu inspirieren, innovativen Ideen und neue Produkte, Dienstleistungen und Erlebnisse für (oder mit) Ihre Konsumenten zu erfinden. Um mehr darüber zu erfahren, wie Sie Trends und Insights in wahre Innovationen verwandeln können, lesen Sie noch einmal im Teil ‚Apply!' im Tips-Abschnitt dieses Briefings nach.
Innovation: nicht nur aus Laboren, nicht immer ernsthaft, nicht unbedingt teuer
Drei weitere Gedanken zu Innovationen:
OK, genug gepredigt. Los geht‘s mit dem Training: entdecken Sie diese nach Mini-Trends sortierten, mehr als dreißig Innovationen (EMBEDDED STORIES, BIDCONOMY, CASH-LESS, und viele mehr):
Mobile Apps helfen zunehmend, nicht nur die körperliche Gesundheit (erinnern Sie sich an unseren WELLTHY-Trend?), sondern auch das emotionale Wohlbefinden der Konsumenten zu unterstützen. Hier sind einige dieser ‚Happiness‘-Apps:
Bargeldloses Bezahlen wird sowohl in ausgereiften wie in Schwellenmärkten langsam aber sicher Realität. In ausgereiften Märkten werden Innovationen im bargeldlosen Zahlverkehr vor allem vom Wunsch der Konsumenten nach unkomplizierter Bedienung und technologischen Fortschritten voran getrieben. Hier sind nur einige wenige der vielen Beispiele:
In Entwicklungsländer sind Mobiltelefone stark verbreitet, aber die Bankeninfrastruktur ist oft unterentwickelt. Darum sind sie perfekter Nährboden für CASH-LESS-Innovationen (nachzulesen in unserem FUNCTIONALL-Trend Briefing). Safaricoms M-PESA in Kenia und Globe Telecoms GCASH auf den Philippinen sind wahre Pioniere auf diesem Gebiet, aber es gibt noch viele andere Beispiele:
Produkte durch Storytelling emotional aufzuladen ist keine neue Idee. Tatsächlich werden individuelle Produktgeschichten nach dem (STILL) MADE HERE- ((NOCH IMMER) HIER HERGESTELLT)-Prinzip und traditionelle Markenbotschaften bei Konsumenten immer beliebter, da sie ihnen helfen, ihre eigenen STATUS STORIES zu erzählen.
Allerdings bekommen Konsumenten durch neue Technologien Zugang zu immer ausgefalleneren und detaillierteren Geschichten, da nun Online- und Offline-Welten immer stärker verflochten werden können:
Konsumenten haben immer weniger Zeit und Muße (Sie würden jetzt sagen, wir untertreiben), weshalb sich jetzt aus bereits zusammengestellten Angeboten und dem Verkauf per Abonnement unzählige neue Absatzmöglichkeiten ergeben:
Konsumenten lieben das Gefühl von Vorfreude und Exklusivität (siehe PLANNED SPONTANEITY (GEPLANTE SPONTANEITÄT)). Das Aufkommen von Flash Sale-Webseiten wie Groupon und LivingSocial sowie die weiterhin beliebten Pop-Up Shops erinnern uns daran, dass Konsumenten noch immer gerne spontane Kaufentscheidungen treffen — besonders, wenn es ein Schnäppchen zu machen gibt:
Aber hier nun noch ein besonderes Beispiel, das ‚Wohltätigkeit meets ATTENTION ECONOMY‘ auf die Spitze treibt ;-)
Wir haben hier schon mehr wohltätige und großzügige Innovationen vorgestellt, als man sich vorstellen kann: von RANDOM ACTS OF KINDNESS (ZUFÄLLIGE GUTE TATEN) bis EMERGING GENEROSITY (DIE NEUE GROSSZÜGIGKEIT), — dieser Trend hört nie auf, die Leute zu erfreuen ;-)
Seitdem wir 2004 den Begriff POP-UP STORES erfunden haben (ja, es tut uns wirklich leid!) ist aus dem flüchtigen Konzept eine fester Teil vieler Marketing- und Branding-Strategien geworden. Ein vorübergehendes Phänomen wie dieses braucht konstante Innovation. Darum sind die Pop-Ups von heute größer, besser und extremer als je zuvor:
Mittelmäßige oder sogar hausgemachte Qualität (es sei denn es ist (STILL) MADE HERE , natürlich
;-) ist für die anspruchsvollen Konsumenten von heute nicht genug. Günstige und verfügbare Produkte und Tools lassen auch immer mehr normale Menschen zu professionellen Produzenten werden. Hier sind einige neue Entdeckungen:
Da viele Konsumenten immer mehr ihrer Zeit online verbringen, haben wir untersucht, wie eine Online-Identität aufgebaut wird, wie man von ihr profitieren (PROFILE MYNING) und sie sogar stolz zeigen kann (ONLINE STATUS SYMBOLS (ONLINE-STATUSSYMBOLE)). Kein Wunder also, dass es eine vergrößerte Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen gibt, mit denen man sein Online-Image (und damit auch das Offline-Image) bereinigen, schützen oder wiederherstellen kann*.
*Und ja, es gibt entsprechend auch einen riesigen Bedarf nach Diensten, die die eigene Privatsphäre schützen — aber dazu mehr in einem anderen Trend Briefing.
Die Masse an verfügbaren Informationen und Daten im Web wird mit jedem Tag größer, und das Verlangen der Konsumenten nach den allerbesten Leckerbissen ist unerbittlich (siehe INFOLUST). Darum werden Tools, die dabei helfen, die Informationsflut in einer konsumierbare Form zu präsentieren, zu bearbeiten, zu kürzen und zu filtern, ewig relevant bleiben. Hier sind ein paar Beispiele extremer Datenkuration:
Kommunikation mit einer menschlichen Note hat für Marken schon immer höhere Verkaufszahlen, Kundenbindung und Loyalität bedeutet, und wird es auch weiter tun. GIFTING GALORE ist nur einer der vielen Subtrends unter GENERATION G und umfasst alle kreativen Schritte, die es Konsumenten möglich machen, sich untereinander zu beschenken.
Das Bedürfnis der Konsumenten, ihr Leben in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, ist ungebrochen (siehe SOCIAL-LITES), und Apps wie Foursquare, Gowalla, oder der ‚Like‘-Button im Facebook machen es den Usern einfach möglich mitzuteilen, wo sie sind, was sie gerade machen und was ihnen gefällt. Aber wie viele Apps machen es wirklich möglich, tatsächliche Erfahrungen in der Offline-Welt mit dem Web zu verbinden? Hier sind ein paar sehr gute Bespiele:
Es gibt immer mehr Webseiten, auf denen die traditionelle Käufer-Verkäufer-Beziehung auf den Kopf gestellt wird und es die Verkäufer sind, die den Konsumenten einen Preisvorschlag machen. Hier sind einige aktuelle Beispiele für Angebote nach dem BIDCONOMY-Prinzip:

Können Marken ihre Produkte und Dienstleistungen jemals persönlich und individuell genug machen? Lassen Sie Ihre Konsumenten mehr wählen als nur ein Muster und eine Farbe, denn das Zauberwort der kommenden Jahre heißt ‚Hyperpersonalisierung‘. Von diesen Beispielen können Sie lernen:
Schumpeters "Creative Destruction" ist tätsächlich über uns gekommen!
Wir können es nicht oft genug sagen: neben der fortlaufenden Verbesserung ihres Grundangebots müssen Sie sich auch konstant bemühen, innovativ zu sein. Mit diesem Trend Briefing sollten Sie einen umfassenden Eindruck bekommen haben, wie Marken bereits jetzt das tun, was die Marketing-Gurus predigen:
Eine Sache daran ist gleichzeitig angsteinflößend und Grund zu Feiern: Wo immer Sie leben, was Sie auch tun, es gibt absolut keine Entschuldigung dafür, die Innovationen in Australien, den Niederlanden, in Argentinien, in der Türkei, in Singapur oder in Südafrika zu ignorieren. Unzählige Quellen berichten vierundzwanzig Stunden am Tag über Neuerungen, Trends und neue Geschäftsideen – Sie müssen nur zuhören.
Also, legen Sie los! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Und sobald sie einmal mitten in der ‚Extravaganza‘ stecken, lassen Sie uns doch wissen, welche innovativen Produkte und Dienstleistungen Sie erfunden haben.
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