Februar/März 2012 | Die „Generation Smartphone“ bewegt sich heute in einer Welt, in der sie jederzeit und überall alles erfahren (wenn nicht gleich kaufen) können. Lernen Sie von Marken, die diesen Trend bereits für sich nutzen - und legen Sie dann selbst los!

POINT & KNOW ist bereits als einer unserer 12 Wichtigsten Konsumtrends für 2012 genannt worden, und hier kommt nun ein detailliertes Trend Briefing darüber, wie POINT-KNOW-BUY die Erwartungen der Konsumenten an Informationen verändern und sich auf Online-Suche und Kaufverhalten auswirken wird.
Die Sucht der Konsumenten nach Information ist natürlich kein neues Phänomen. Schließlich verleihen Information und Wissen den Konsumenten Macht, Kontrolle und ein Gefühl von Sicherheit (oder zumindest die Illusion davon). Aus diesem Grund werden sie bei Konsumenten, die stets das Beste vom Besten wollen, immer überaus gefragt sein. Ebenso wichtig ist aber auch der Aspekt des Entdeckens von Informationen, durch den der Spaßfaktor deutlich gesteigert wird.
Nach einem Jahrzehnt obsessiven Googlens wird der schnelle Zugang zu Informationen (natürlich durch die richtige Sucheingabe) regelrecht erwartet und bedingt so das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Das nächste große Ding in Sachen Informationssuche ist die visuelle Eingabe: Konsumenten können jetzt unterwegs und vor allem auf eine dem natürlichen Blick sehr ähnliche Weise Informationen über Objekte der realen Welt erhalten, einfach indem sie ihre Smartphones* auf das richten, was sie gerade interessiert.
Und genauso wie „online gehen“ längst nicht mehr vor dem PC (an einem Tisch!) sitzen bedeutet wird die Websuche bald nicht mehr an Suchbegriffe gebunden sein. Die Menschen werden alles über etwas erfahren (und es auch kaufen) können, selbst wenn sie nicht wissen, wie sie es in Worten beschreiben können.
* Wie bei den meisten digitalen Konsumtrends sind auch hier die allgegenwärtigen Smartphones der größte Treiber für die Entstehung eines hochtechnologischen und „visuellen“ Ökosystems (inklusive allem von QR-Codes zu verbesserter visueller Sucheingabe), das POINT-KNOW-BUY in Zukunft so stark machen wird.
Hier also die Definition:
POINT-KNOW-BUY | Jetzt wo den meisten Menschen ständig Zugang zu textbasierten Suchergebnissen haben wird nun eifrig daran gearbeitet, visuelle Suche und Informationen genauso allgegenwärtig zu machen. Bald wird jedes Objekt der realen Welt (wenn nicht jede Person) „durchschaubar“ sein: indem Konsumenten ihre Smartphones unterwegs einfach auf alles richten können, um nach Lust und Laune Informationen zu erhalten. Und ja, daraus wird wahrscheinlich auch ein eigener Handelsbereich entstehen ;-)
Eine kurzer Überblick über die Technologien, die POINT-KNOW-BUY Schwung geben:
Nach langen Jahren in der Warteschleife kommen QR-Codes endlich im Mainstream-Bewusstsein der Konsumenten an. Sie sind allerdings jetzt schon in Gefahr, von neueren und zumeist natürlicher anmutenden Technologien (s.u.) ersetzt zu werden.
Bereits heute gibt es eine ganze Reihe von Apps, die unsichtbare Kennzeichnungen auf Dingen oder in Geräuschen erkennen und daraufhin Informationen freigeben oder bestimmte Aktionen möglich machen. Informieren Sie sich über Blippars der Aurasmas interaktive Zeitschriftencover, um einen Eindruck davon zu bekommen, was jetzt schon möglich ist.
Digitaler Content, der auf dem Bidschirm scheinbar die reale Welt überlagert. Die meisten Augmented Reality-Apps (wie z. B. Wikitude) nutzen die GPS- und Kompasssensoren von Smartphones um zu „raten“, was ein User gerade betrachtet, aber es erscheinen immer neuere und leistungsfähigere AR-Technologien, die visuelle Suche möglich machen werden (s.u.).
Die Zukunft von POINT-KNOW-BUY. Anstelle eine Schätzung darüber abzugeben, wo sich ein User befindet, versuchen „intelligente“ Bilderkennungstechnologien (wie Google Goggles oder Layar Vision), Objekte im Bildrahmen zu identifizieren und so zusätzlichen Content zu liefern. Ob man seine Kamera nun auf den echten Eiffelturm oder nur ein Bild davon richtet - das Ergebnis ist dasselbe.
POINT-KNOW-BUY ist noch immer ein sehr junger Konsumtrend. Das Verlangen nach immer verfügbarer und einfach abrufbarer Information ist da, aber man sollte dennoch nicht vergessen, dass sich viele der rechts genannten Technologien noch in der Entwicklung befinden und noch einige Zeit vergehen wird, bevor die visuelle Sucheingabe für alle verfügbar, nahtlos integriert und vor allem verlässlich sein wird.
In der Tat wird die INFOLUST der Konsumenten erst dann wirklich befriedigt sein, wenn:
Die Beispiele unten zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind.
Wir starten mit dem „KNOWING“ in POINT-KNOW-BUY:
POINT & KNOW hat außerdem echte Zuhörerqualitäten:
Tatsächlich wird alles DURCHSCHAUBAR, sogar Menschen:
POINT & KNOW-Technologien können auch sehr einfach zu POINT & KNOW-HOW-Werkzeugen werden:
Und wenn die Technik versagt funktioniert POINT & KNOW immer noch über CROWDSOURCING:
Wie sich POINT-KNOW-BUY womöglich weiterentwickeln wird sieht man daran, welche „smarten“ Bilderkennungs und Visual Search-Werkzeuge derzeit von den großen Playern im Technologie-Business entwickelt werden:
Keine Überraschung: visuelle Suche inklusive Kaufoption wird schon bald bei den Handelsriesen zum Standard gehören:
Wahrscheinlich müssen wir sie nicht gesondert darauf hinweisen, dass POINT-KNOW-BUY natürlich nur ein Teil des viel größeren Mobile Commerce-Trends ist („M-Commerce“).
Smarte Unternehmen und Marketing Professionals werden gleich bemerkt haben, dass POINT-KNOW-BUY ein unendliches Potential für sofortige Neugierbefriedigung (und sofortiges Kaufen) innewohnt. POINT-KNOW-BUY kann außerdem helfen, den Kaufprozess einfacher und/oder transparenter zu machen; von Bewertungen und Preisvergleichen hin zu schnelleren Bezahlvorgängen (wie wäre es mit QR-Schaufenstern?). Aber dazu mehr in einem anderen Trend Briefing ;-)
Wahrscheinlich haben nur die größten Marken oder Plattformen (z. B. Wikipedia, Amazon, eBay) ein Angebot, dass auf jede Aufnahme oder Scan mit Informationen und Angeboten reagieren kann. Doch auch für anderen Marken gibt es endlose Möglichkeiten, die Sucht der Konsumenten nach Informationen, Entdeckungen, nach NOWISM und nach sofortiger Befriedigung zu bedienen.
Denken Sie praktisch: Wo könnten Sie mehr Wissenstiefe oder spannendere Geschichten, Preisvergleiche, Bewertungen, E-Commerce und so weiter vermitteln? Alles, was dem POINT-KNOW-BUY-Konsumenten hilft, besser informiert und auf neue Entdeckungen vorbereitet zu sein, ist jetzt schon eine richtig gute Idee.
Viel Erfolg!
trendwatching.com ist ein unabhängiges Trendforschungsunternehmen mit starker Meinung, das den Globus nach den vielversprechendsten Konsumtrends, Insights und Business-Lösungen absucht. Für die neuesten und besten Ideen verlassen wir uns auf unser Spotter-Netzwerk in mehr als 120 Ländern auf der ganzen Welt. Mehr »
Wir haben kein Problem damit, wenn Sie unsere Trends vollständig oder teilweise veröffentlichen. Einzige Bedingung ist, dass Sie folgende Quelle angeben:
Quelle: www.trendwatching.com. Als eines der führenden Trendforschungsinstitute der Welt verschickt trendwatching.com kostenlose monatliche Trend Briefings an mehr als 160 000 Abonnenten weltweit.
Hinweis: falls Sie an einem Artikel über Trends arbeiten, besuchen Sie doch unsere umfangreiche seite für Pressekontakte (Englisch) oder schicken Sie uns eine Email-Anfrage für einen Kommentar oder Zitat. Wir werden versuchen, ihr deadline-geplagtes Leben ein wenig einfacher zu machen.
Wir laden Sie ein, einen Teil oder alle dieser Trends für 2012 zu verwenden, falls Sie an einer (Trend-)Story arbeiten. Unsere einzige Bedingung ist, dass Ihr Artikel folgenden Satz/Link beinhaltet:
Quelle: www.trendwatching.com. Als eines der weltweit führenden Trendforschungsunternehmen verschickt trendwatching.com sein Trend Briefing an mehr als 160 000 Abonnenten — in 9 Sprachen.
Oder wenden Sie sich per Email an Henry Mason, unser Head of Research and Analysis, und erhalten Sie ein exklusives Zitat: so machen wir Ihr von Deadlines bestimmtes Leben einfacher.
© 2002—2012 trendwatching.com. All rights reserved.